Am heutigen Mittwoch, dem 4. November 2026, setzte das kurdische Parlament unter Beteiligung der Mehrheit der Abgeordneten seine erste Sitzung fort und wählte in einem rechtmäßigen und demokratischen Verfahren das Parlamentspräsidium. Dazu veröffentlichte Mahmoud Mohammed, Sprecher der Demokratischen Partei Kurdistans, eine Erklärung.
Der KDP-Sprecher erklärte: "Neben unseren Glückwünschen an alle Kurdinnen und Kurden gratulieren wir dem Parlamentspräsidenten, seinem Stellvertreter und dem Parlamentssekretär und wünschen ihnen bei dieser nationalen Aufgabe Erfolg. Dies war ein verspäteter, aber notwendiger Schritt zur Bewahrung der verfassungsmäßigen Struktur der Region Kurdistan. Leider war diese rechtmäßige Institution der Region, die die Stimme und den Willen der Bevölkerung vertritt, zwei Jahre lang aufgrund einer politischen Entscheidung der Führung der Patriotischen Union Kurdistans und der Neuen Generation blockiert."
In der Erklärung heißt es: "Heute haben die Abgeordnetenmehrheit der Fraktionen aus ihrem Bewusstsein für ihre nationale Verantwortung, ihrem Respekt vor der Stimme der Bevölkerung und ihrer Bindung an ihren gesetzlichen Eid heraus den demokratischen Prozess vorangebracht und dem rechtlichen Vakuum sowie der Selbstermächtigung einer politischen Minderheit ein Ende gesetzt. Dies geschah trotz zahlreicher Drohungen gegen einige Abgeordnete und ihre Angehörigen. Das ist ein gefährliches Zeichen und eine Bedrohung für die Demokratie und den Willen der Bevölkerung sowie Ausdruck einer Mentalität, die nicht zur Demokratisierung der Lebensbereiche der kurdischen Gesellschaft beiträgt."
Mahmoud Mohammed erklärte außerdem: "Wir hoffen, dass alle Seiten den Wunsch und den Willen der Bevölkerung sowie den demokratischen Prozess respektieren. Das kurdische Parlament ist der eigentliche Ort des politischen und rechtlichen Dialogs und ein Faktor für die Einheit und den inneren Zusammenhalt Kurdistans."
Zum Abschluss der Erklärung des KDP-Sprechers heißt es: "Die Wiederaufnahme der Arbeit des Parlaments richtet sich gegen niemanden und keine Seite; seine Türen stehen allen offen. Wir hoffen, dass nach der Wiederaufnahme der Arbeit des kurdischen Parlaments auch die Fraktionen der anderen Parteien eine positive Entscheidung treffen und sich an der Bewahrung der Legitimität und der Struktur der Region Kurdistan beteiligen. Dieser Schritt soll zudem ein Anstoß sein, in dieser sensiblen Phase gemeinsame Verantwortung für die Weiterentwicklung der Region Kurdistan zu übernehmen und alle Standpunkte einander anzunähern – zum Wohl der Bevölkerung und der Zukunft Kurdistans."







