Der iranische Außenminister Abbas Araghchi ist an der Spitze einer diplomatischen Delegation zur Teilnahme an der zweiundfünfzigsten Tagung der Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in der irakischen Hauptstadt eingetroffen. Die zweitägige Tagung findet am 17 und 18 Oktober unter dem offiziellen Motto „Dialog und Solidarität für Frieden und nachhaltigen Fortschritt“ statt; die vorherrschende Atmosphäre ist jedoch weitaus komplexer als die sloganhafte Charta.
Araghchis bilaterale Beratungen mit seinen regionalen Amtskollegen am Rande dieser Tagung der 57 Mitglieder finden zu einer Zeit statt, in der der Nahe Osten mit vielschichtigen Krisen konfrontiert ist: von der anhaltenden Krise im Jemen und den zunehmenden Spannungen zwischen Teheran und Washington bis hin zu ernsthaften internationalen Sorgen um die Energiesicherheit und Verkehrswege.
Die wichtigste Herausforderung für die Vertreter Teherans in Bagdad wird jedoch darin bestehen, sich möglichen Kritiken einiger arabischer Regierungen zu stellen. Nach den jüngsten militärischen Aktivitäten sowie Raketen- und Drohnenangriffen der Widerstandsfront wird erwartet, dass das Forum von Bagdad zu einem Ort wird, an dem arabische Staaten ihre Sorgen äußern und die Regionalpolitik der Islamischen Republik direkt kritisieren.







