Nach den neuesten Daten des britischen Office for National Statistics (ONS) und statistischer Ämter europäischer Länder hat sich die Namensgebung für Neugeborene grundlegend gewandelt. Sie spiegelt tiefgreifende demografische und migrationsbedingte Veränderungen auf dem europäischen Kontinent wider; islamische und multikulturelle Namen liegen vorn.
In Großbritannien (England und Wales) steht der Name „Muhammad - Muhammad“ an der Spitze der am häufigsten vergebenen Jungennamen für Neugeborene, während der klassische europäische Name „Olivia - Olivia“ seinen ersten Platz bei den Mädchen behauptet hat.
Die größte Veränderung gab es bei den Nachnamen (Surnames): Im Jahr 1996 gehörte jeder 10 der führenden britischen Nachnamen dazu (etwa Smith, Jones und Williams), während in diesem Jahr nur noch drei britische Nachnamen unter den 10 führenden Nachnamen vertreten sind. Traditionelle Namen wie Smith und Williams haben 43 Prozent ihrer Position eingebüßt. Dagegen ist der Nachname „Khan“ zum zweithäufigsten Nachnamen geworden, und die Verbreitung von Namen wie Ahmed, Ali und Hussein hat sich verdoppelt.
In Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Schweden und Norwegen ist der Name „Noah - Noah“ zum ersten und häufigsten Namen für Jungen geworden – ein gemeinsamer und multikultureller Name.
Bei den Jungen steht „Gabriel - Gabriel“ an erster Stelle, bei den Mädchen „Louise - Louise“. Unter den fünf führenden Namen finden sich auch Noah und Leo.
Dieses Land gehört zu den Ländern, die traditionelle Namen am stärksten bewahrt haben; bei den Jungen führt „Leonardo - Leonardo“ und bei den Mädchen „Sofia - Sofia“ die Liste an.
Quellen dieser Statistiken waren das britische Office for National Statistics (ONS), die Zeitung Daily Mail und ein Bericht des Nachrichtennetzwerks Alsumaria.







